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Germanistik – Studium der deutschen Sprache und Literatur


Die Germanistik ist eine klassische geisteswissenschaftliche Disziplin. Im Mittelpunkt des Faches steht die Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache und der deutschen Literatur. Dabei lassen sich drei große Teilbereiche der Disziplin ausmachen.

Teilbereiche im Germanistik-Studium

Fragestellungen, Theorienbildungen und empirische Untersuchungen, die im Zusammenhang mit der deutschen Sprache stehen, werden im Fachbereich Sprachwissenschaft/Linguistik behandelt. Im Bereich der theoretischen Linguistik wird Sprache als abstraktes System betrachtet und einer Analyse unterzogen, wobei unterschiedliche Schwerpunkte wie die Pragmatik, Morphologie, Phonetik, Syntax, Semantik wichtige Rollen spielen. Lebendigkeit kommt in die Sprachwissenschaft vor allem durch Teilgebiete wie die Soziolinguistik und die Dialektologie - hier spielen nicht nur die Standardsprache, sondern auch die gesprochene Sprache sowie soziale, mediale, regionale und andere Faktoren eine Rolle.

Das Gebiet der Literaturwissenschaft teilt sich in zwei Grundbereiche auf: Zum einen in den Komplex neuere deutsche Literatur, zum anderen in den Komplex Mediävistik. Letzterer Teilbereich konzentriert sich auf die Beschäftigung mit der Literatur des Mittelalters. Die neuere deutsche Literatur findet hingegen ihren Beginn am Ende der frühen Neuzeit und endet bei der Gegenwartsliteratur. In beiden Bereichen werden in der Germanistik Texterzeugnisse analysiert und in unterschiedliche Zusammenhänge gesetzt. In der Mediävistik werden zudem sprachhistorische Aspekte betrachtet, so dass ein Zusammenhang zur Sprachwissenschaft entsteht.

Beide Bereiche - Literatur und Linguistik - gehören zu einem Germanistikstudium. In der Regel erfolgt während des Studiums allerdings eine Spezialisierung auf einen Schwerpunktbereich.

Voraussetzungen für ein Germanistik-Studium

Wer Germanistik studieren möchte, muss die Liebe zur deutschen Sprache sowie die Bereitschaft, sich durch viel Literatur zu arbeiten, mitbringen. Darüber hinaus sind die Fähigkeiten, strukturiert und wissenschaftlich zu arbeiten sowie schnell neue Themengebiete erschließen zu können, äußerst wichtig. Die Neigung zu einer solchen Arbeit und zur effektiven Wissensaneignung sollte bereits im Vorfeld vorhanden sein. Weitere wichtige Schlüsselqualifikationen sind das Interesse an interdisziplinären Fragestellungen, die Fähigkeit, sich sprachlich treffend auszudrücken, sowie die Neigung, auch komplexe Fragestellungen zielgerichtet anzugehen.

Auch Durchhaltevermögen ist in der Germanistik gefragt - in den ersten Semestern müssen zumeist Seminare in den unterschiedlichen Teilgebieten absolviert werden, wobei insbesondere Einführungen in die älteren Sprachstufen des Deutschen besondere Herausforderungen sein können.

Berufliche Aussichten nach einem Germanistik-Studium

Germanisten können nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in unterschiedlichen Berufsfeldern arbeiten. Insbesondere Tätigkeiten in den Bereichen Journalismus, Werbung, Redaktion, Lektorat, Bibliothekswesen und Öffentlichkeitsarbeit gehören zu den Stammgebieten von Germanisten. Dabei müssen sie sich mitunter allerdings einem harten Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt stellen, der typisch für viele geisteswissenschaftliche Disziplinen ist. Durch die Ableistung unterschiedlicher Praktika während der Studienzeit werden die Jobchancen immens erhöht. Alternativ steht Germanisten auch der Weg in die Selbstständigkeit offen: Mit zusätzlich angeeignetem betriebswissenschaftlichen Wissen könnte beispielsweise ein Verlag oder ein Redaktionsbüro gegründet werden.

Wer Germanistik im Rahmen einer Lehramtsausbildung studiert, kann je nach Studiengang Lehrer am Gymnasium oder an der Real-, Haupt- oder Gesamtschule werden. Das Interesse an pädagogischen Themen, Engagement und das Talent, mit Kindern zu arbeiten, sind hier wichtige Voraussetzungen. Entscheidet man sich hingegen für eine wissenschaftliche Laufbahn, stehen Weiterqualifikationen wie eine Promotion zur Debatte. Voraussetzung dafür sind nicht nur gute Noten im Studium, sondern auch Leidenschaft - sowohl für das wissenschaftliche Arbeiten als auch für das Lehren.





 
 
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